Jürgen Michael Kindler
TYPO3 CMS Certified Consultant – Technisches Projektmanagement & Beratung
Über 20 Jahre Erfahrung mit Content-Management-Systemen – von Intranet-Lösungen für über 70 Verlage bei BertelsmannSpringer bis zu komplexen TYPO3-Projekten für Ministerien, Verbände und Organisationen.
Ich arbeite an der Schnittstelle von Technik, Projektmanagement und Anforderungsanalyse: Workshops, technische Konzepte, User Stories, Architekturvorschläge und realistische Aufwandsschätzungen gehören zu meinem täglichen Werkzeugkasten.
Neben der konzeptionellen Arbeit bringe ich mich auch operativ ein – etwa in Pitches, Integrationen, Frontend-/Backend-Themen oder Qualitätssicherung. Mein Anspruch: TYPO3-Lösungen, die technisch sauber, wirtschaftlich tragfähig und langfristig wartbar bleiben.
Was mich antreibt
Mich treibt der Anspruch an, Projekte technisch sauber, wirtschaftlich sinnvoll und organisatorisch klar aufzusetzen. Ich arbeite dort am besten, wo Technik, Verantwortung und Entscheidungen nicht voneinander getrennt werden – sondern gemeinsam den Projekterfolg bestimmen.
Ich denke in Auswirkungen: Welche Architektur hält Updates aus? Wo entstehen unnötige Abhängigkeiten? Welche Entscheidung spart langfristig Zeit, Budget und Nerven? Genau an diesen Punkten setze ich als Technischer Projektmanager an – mit klaren Prioritäten und pragmatischen Entscheidungen.
Mit meinem Ansatz „Pure TYPO3 statt Extension-Zoo“ reduziere ich Abhängigkeiten, halte Systeme wartbar und sorge für Architekturen, die stabil, upgradefreundlich und langfristig tragfähig sind.
Ich arbeite nah an den Kundinnen und Kunden, übersetze technische Zusammenhänge in klare Entscheidungen und übernehme Verantwortung für Qualität und Richtung. Das ist der Kern meiner Arbeit als TPM.
Mein Weg
Mein beruflicher Weg reicht von frühen NGO-Projekten über Software- und Datenbankentwicklung bis hin zu technischem Projektmanagement im TYPO3-Umfeld. Die wichtigsten Etappen sind im folgenden Akkordeon zusammengefasst – wer mehr Details möchte, findet dort die gesamte Entwicklung mit Links zu ausgewählten Projekten.
Kurzüberblick: Greenpeace (Kampagnenarbeit & Projektleitung) → Rutherford (Produktentwicklung) → Lufthansa Systems (Datenbankprogrammierung) → BertelsmannSpringer (Individualentwicklung eines Enterprise-Intranets) → TYPO3 (Barrierefreiheit, Open Source) → Agenturen & UDG (Governance, Qualität & technische Steuerung komplexer Webprojekte).
Bereits während meines geowissenschaftlichen Studiums an der FU Berlin engagierte ich mich ehrenamtlich für Greenpeace. Nach dem Abschluss konnte ich mein Fachwissen als freier Mitarbeiter einbringen – zunächst bei der Wassertour ’94 und der Chlorstory 1996.
Bei der Wasserkampagne entwickelte ich gemeinsam mit einem Datenbankentwickler neue, auswertbare Fragebögen für über 500 Gesundheitsämter und setzte auf Basis dieser Daten mehrere thematische Karten mit Regiograph um. Das war mein Einstieg in Datenmodellierung, Visualisierung und die technische Umsetzung komplexer Inhalte.
Ab 1997 übernahm ich die Projektleitung für Ausstellungen und Veranstaltungen – darunter der Aufbau der Ausstellung im Laderaum der MS Oldenburg sowie das mehrtägige Bundestreffen ’98 mit über 250 Teilnehmenden.
Parallel entstand mit einem Kollegen aus der Greenpeace-Zeit die Kindler & Gleich GbR. Ergebnis war „Rutherford – Periodensystem der Elemente“, eine Bildungssoftware mit interaktivem Periodensystem und umfangreichem elektronischem Nachschlagewerk für Windows.
Entwicklung, Verpackung, Support und der komplette Direktvertrieb lagen bei uns. Sehr schnell zeigte sich, dass der Direktvertrieb deutlich lukrativer war als der Weg über den klassischen Handel. Diese Jahre schärften mein Verständnis für Produktdenken, wirtschaftliche Tragfähigkeit und pragmatische Go-to-Market-Strategien – Erfahrungen, die meine Sicht auf Digitalprojekte bis heute prägen.
Zwischen 1999 und 2004 arbeitete ich bei Lufthansa Systems und BertelsmannSpringer in anspruchsvollen Rollen rund um Datenmodellierung, Client/Server-Entwicklung und technische Betreuung eines großen Enterprise-Intranets.
Bei Lufthansa Systems realisierte ich mehrere komplexe Datenbankprojekte – von der Modellierung über MS-SQL-Implementierung bis zur Entwicklung benutzerfreundlicher Frontend-Clients. Diese Arbeit vertiefte mein Verständnis für robuste Architekturen, saubere Datenschnittstellen und performante Anwendungen.
Parallel betreute ich bei BertelsmannSpringer das unternehmensweite Enterprise-Intranet für mehr als 70 Verlage. Neben Weiterentwicklung und Qualitätssicherung gehörte auch der 2nd-Level-Support für Fachabteilungen zu meinen Aufgaben – eine Schnittstellenarbeit, die mir besonders lag.
2005 kam der Einstieg in TYPO3 mit dem Relaunch von Greenpeace Berlin, bei dem ich im Webteam ehrenamtlich mitarbeitete. Die Website erhielt den BIENE-Preis für Barrierefreiheit – ein prägender Startpunkt für meine spätere Arbeit im Bereich Accessibility.
2006 folgte die Festanstellung bei Sunbeam, wo ich TYPO3 und Barrierefreiheit von Grund auf lernte – zunächst als Backend-Programmierer, später mit ersten Aufgaben im Projektmanagement.
Der eigentliche berufliche Sprung kam in den darauffolgenden Jahren bei aperto (heute IBM iX). Als Technischer Projektmanager lernte ich die gesamte Breite professioneller Webproduktion kennen: Ausschreibungen, technische Konzepte, Aufwandsschätzungen, Angebotserstellung, Coaching von Auszubildenden sowie die enge Abstimmung mit Design- und Entwicklungsteams.
Ein wichtiger Teil war die Koordination externer Dienstleister – Agenturen wie Freelancer –, wenn Projekte wirtschaftlich ausgelagert wurden. Hier entstand mein Gespür für Make-or-Buy-Entscheidungen und technische Qualitätssicherung über Teamgrenzen hinweg. Dieses Wissen prägte später meinen Ansatz „Pure TYPO3 statt Extension-Zoo“.
Weitere Stationen bei brandung und wiminno ergänzten meine Perspektive auf Kundenbetreuung, Qualitätssicherung und die Rolle des technischen Bindeglieds zwischen Anforderungen und Umsetzung.
In knapp zehn Jahren Selbstständigkeit habe ich gemeinsam mit Marko Röper-Grewe anspruchsvolle TYPO3-Projekte im Public Sector, Gesundheitswesen und kommunalen Umfeld umgesetzt. Marko und ich kennen uns seit der gemeinsamen Zeit bei aperto.
Mein Schwerpunkt lag auf TYPO3-Integration, Frontend-Entwicklung, Responsive Webdesign und technischem Projektmanagement; Marko ergänzte das Team durch Extension-Entwicklung und komplexe Backend-Anpassungen.
Zu den Projekten dieser Phase gehören unter anderem:
- der Relaunch der Website eines Bundesministeriums – inkl. technischem Konzept nach Pure-TYPO3-Ansatz, Responsive Webdesign, Frontend-Entwicklung und vollständiger TYPO3-Integration.
- eine TYPO3-basierte Online-Mitgliederverwaltung für einen bundesweiten Berufsverband.
- der Relaunch des Webauftritts einer süddeutschen Stadt, bei dem wir das Team temporär um zwei Freelancer erweiterten, um Deadline und Qualität zu halten.
In dieser Zeit habe ich meinen Ansatz „Pure TYPO3“ weiter geschärft: möglichst wenig Fremdcode, saubere Architekturen und Lösungen, die langfristig updatefähig und wirtschaftlich tragfähig bleiben.
Ausgewählte Webprojekte
Bei der UDG arbeitete ich als TYPO3 Consultant in einem SCRUM-Team und betreute mehrere TYPO3-basierte Fachanwendungen für öffentliche Auftraggeber.
Mein Schwerpunkt lag auf Anforderungsmanagement, der Erstellung von User Stories, technischer Analyse und enger Kundenkommunikation.
Ein zentrales Projekt war die Weiterentwicklung einer browserbasierten Fachanwendung, die dynamische PDF-Berichte erzeugt. Ich war verantwortlich für die Integration der thematischen Karten: Gestaltung der Kartenlayouts in QGIS, Datenaufbereitung und Einbindung in den UMN MapServer. Die Karten wurden zur Laufzeit automatisch als PNG gerendert und in die Berichte eingebunden.
Zusätzlich wirkte ich an zwei TYPO3-KI-Projekten mit – einer SaaS-Integration und einer Individualentwicklung – insbesondere bei der fachlichen Strukturierung, Konzeptarbeit und Abstimmung zwischen Entwicklung, Produktmanagement und Kundenseite.
Fokus
In meinen Projekten verbinde ich technisches Verständnis mit klarer Struktur – immer mit Blick auf Qualität, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit.Mir ist wichtig, dass digitale Lösungen nicht nur technisch überzeugen, sondern sich auch wirtschaftlich sinnvoll realisieren und dauerhaft betreiben lassen.
Ich plane und begleite Projekte so, dass sie tragfähig, wartungsarm und im Alltag verlässlich – mit einem klaren Bewusstsein für Aufwand, Nutzen und Prioritäten.
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Technisches Projektmanagement & Beratung – Verbindung von Technik, Kommunikation und Qualitätssteuerung mit Fokus auf Transparenz, klare Prozesse und aktive Komplexitätsreduktion.
- Pure TYPO3 & Architekturdenken – Reduktion externer Extensions und Abhängigkeiten, saubere Strukturen und konsequente Nutzung von Core-Funktionen.
- Accessibility / BITV 2.0 – barrierefreie Websites nach aktuellen EU- und BFSG-Vorgaben.
- Performance & Stabilität – schnelle Ladezeiten, robuste Systeme und messbare Verbesserungen in der User Experience.
- Health Care & medizinische Fachverbände – Projekte im Gesundheitswesen mit Fokus auf Barrierefreiheit, Informationsarchitektur und redaktionelle Usability.
- Public Sector & Open Source – nachhaltige Strategien und barrierefreie Lösungen für Verwaltung und Verbände.
